Buchbeschreibung
Buchcover Autor Pressemitteilung Inhaltsverzeichnis
Pressetermine Lizenzen Buchbesprechung Leseprobe




Buchabbildung Das Heil kommt von den Juden
Pressemitteilung

Roy H. Schoeman
Das Heil kommt von den Juden
Gottes Plan für sein Volk

Autoreninterview Roy H. Schoeman

Jesus ist der Messias, auf den das jüdische Volk Jahrtausende lang gewartet hat, um den es gebetet und auf den es sich vorbereitet hat. Als Jesus in die Welt kam, hat er das Verhältnis von Mensch und Gott verändert und auch das Verhältnis von Leben und Tod. Ich sehe die katholische Kirche als post-messianisches Judentum und das Judentum als embryonale Form des Katholizismus. Der Heilsauftrag des Judentums war es, gewissermaßen Brutstätte zu sein. Durch die spezielle Beziehung zwischen Gott und der ethnischen Gruppe der Juden sollte die Menschwerdung Gottes vorbereitet werden. Nach dem Tod und der Auferstehung Jesu sollte diese spezielle Beziehung dann auf die ganze Menschheit übergehen.

Haben sich Ihre Familie und Ihre rabbinischen Lehrer mit Ihrer Konversion abgefunden?

Da meine Familie noch nicht die Gnade der Bekehrung erfahren hat, muss sie meinen Glauben an Christus für einen Irrtum halten. Sie sieht mich als jemanden, der vom rechten Glauben abgefallen ist. Für meine Familie ist das eine Tragödie, aber das hindert sie nicht daran, mich weiterhin als Sohn und Bruder zu lieben. Der Rabbi meiner Heimatstadt hingegen hat ausgesprochen feindlich auf meine Konversion reagiert, Verwünschungen eingeschlossen. Mittlerweile allerdings ist er gestorben und weiß jetzt auch, dass Jesus der Messias ist.

In Ihrem Buch übertragen Sie Ihre eigene Erfahrung auf das Judentum allgemein. Demnach ließe sich die Heilsgeschichte des jüdischen Volkes nur verstehen, wenn man Jesus als den verheißenen Messias anerkennt. Jüdische Theologen sehen das anders...

Zuerst einmal muss ich widersprechen. Ich übertrage nicht meine eigene Erfahrung auf die jüdische Theologie. Es gibt eine objektive Wahrheit. Entweder war Jesus Gottes Sohn, dann ist das heutige Judentum einem tragischen Irrtum verfallen. Oder er war es nicht, dann haben die Christen Unrecht. Beide können nicht im Recht sein. Natürlich haben jüdische Theologen eine andere Sicht auf die Rolle des Volkes Israel in Gottes Heilsplan, denn sie warten ja noch auf den Messias. Das Anliegen meines Buches ist es daher, die jüdische Theologie neu zu beleuchten, und zwar mit dem Licht der Wahrheit, die im katholischen Glauben begründet liegt.

Wie stark ist die messianische Idee im heutigen Judentum ausgeprägt?

Im Gegensatz zur katholischen Kirche, kennt das Judentum kein Lehramt, keine Autorität, die im Namen aller Juden spricht. Deshalb gibt es auch ganz verschiedene Ausprägungen der messianischen Idee im heutigen Judentum. Streng religiöse Juden zum Beispiel erwarten sehnlichst einen personalen Messias - ganz so, wie zur Zeit Jesu. Liberale Juden wiederum haben oft gar keine konkrete Messiasvorstellung mehr. Sie erwarten eine schrittweise Verbesserung der Welt, wobei das jüdische Volk wohl als Modell, als „Licht der Welt“ dienen soll

Sie stellen den Schwierigkeiten der jüdischen Theologen mit der Einordnung des Holocaust Texte von Edith Stein und Schwester Faustyna gegenüber. Wo liegen da die zentralen theologischen Unterschiede?

Das Judentum kennt keine Theologie des Leidens. Jedenfalls ist im Alten Testament davon kaum die Rede. Die wichtigste Erklärung für das Leid ist im Buch Hiob enthalten und lautet ungefähr so: Wir leiden, egal ob wir es verdienen oder nicht. Wir verstehen das nicht. Aber weil Gott gütig ist, können wir seiner Gerechtigkeit vertrauen. Das Christentum wiederum hat nicht nur eine Theologie des Leidens, es ist eine. Gott selbst hat in Menschengestalt Leid und Tod erfahren, um die Welt zu erlösen. Von den frühen Tagen des Christentums an wurde deshalb die erlösende Kraft des Kreuzes auch auf das Leid derer bezogen, die sich zu Christus bekennen. Edith Stein und Schwester Faustyna haben den Wert des Leidens für die Erlösung der Welt erkannt. Edith Stein hat in diesem Licht auch den Holocaust gesehen. Sie hat ausdrücklich ihr Leben in Auschwitz für das Heil der Welt aufgeopfert. Viele jüdische Theologen haben hingegen nach der Tragödie des Holocaust ihren Glauben an die Güte und die Allmacht Gottes verloren. Ein prominentes Beispiel hierfür ist Elie Wiesel. In seinen Texten kommt sogar der Begriff „göttliche Ungerechtigkeit“ vor.

Wie ist Ihr Buch in den USA aufgenommen worden? Von welcher Seite haben Sie Zustimmung erfahren - und von woher kam Ablehnung?

„Das Heil kommt von den Juden“

Die Geschichte des Volkes Israel aus ungewohnter Perspektive


« zurück





Sankt Ulrich Verlag GmbH - Hafnerberg 2 - 86152 Augsburg