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Buchbesprechung: Birgit Kaiser
Christus im KZ
Glaubenszeugen im Nationalsozialismus


Landsberger Tagblatt vom 24.02.2011

"Christus im KZ" befasst sich mit einer Facette des Widerstands, die in den großen Überblicksdarstellungen oft allzu kurz abgehandelt wird, nämlich dem Widerstand aus dem Glauben an Jesus Christus heraus. Kaisers lebendig geschriebene Porträts lassen erahnen, welchen Mut es brauchte, in jenen dunklen Jahren seinen Glauben zu leben und - notfalls bis zum Tod - öffentlich dafür einzustehen.


Benno Hörst vom 24.03.2011

Die Spurensuche quer durch die Republik versucht, das Unbegreifbare vor dem Vergessenen zu schützen. Deshalb sind auch die Lebensbilder dieser couragierten Christen noch heute unverändert bedeutsam. Die Erinnerungskultur vollzieht die Autorin nach, wie Vergebung, Nächstenliebe, unerschütterliches und Mut machendes Gottesvertrauen wirken können. Die Buchbeiträge rufen damit zum Frieden, zur Versöhnung auf und mahnen zur Wachsamkeit insbesondere gegenüber gewalttätigen Ideologien, politischen Tendenzen falscher Propheten oder selbsternannten Göttern.

Die Nazis sahen Kirche als Feind an. In ihrem Buch beschreibt Birgit Kaiser zudem beispielhaft, wie lokale Machthaber und NS-Größen, Gestapobeamte, Justiz und Verwaltung gezielt gegen die Geistlichen vorgingen. Oft wurde diese von willfährigen Denunzianten verpfiffen. Die Autorin beschreibt, daß die Kirche auch in Zeiten der Gesamtverantwortung der Gesellschaft war und sehr bedeutsam für die Ziele des Menschseins ist. Sich an Gott und seine 10 Gebote zu halten und dann seinem eigenen Gewissen zu folgen, ist eine der weiteren zentralen Lebensweisheiten, die in dem Buch vermittelt werden.


Die Tagespost

Man spürt bei der Lektüre, wie sie aus echter „Leidenschaft“ (Klappentext) für das Thema „Katholische Kirche  und III. Reich“ geschrieben hat, man spürt die Glaubensbegeisterung der Konvertitin, die doch auch evangelische Lebenszeugnisse in ihre Darstellungen mit einbezieht. Und das Bemühen um geschichtliche Genauigkeit sticht in ihren biografischen Skizzen durchgängig wohltuend hervor. Das Buch von Birgit Kaiser ist rundum erfreulich und glaubensfördernd, und es darf ihm weite Verbreitung gewünscht werden. Es handelt sich um eine Publikation, die Mut und Hoffnung vermittelt. 

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