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Buchbesprechung: |
Janne
Haaland
Matláry
Veruntreute Menschenrechte
Droht eine Diktatur des Relativismus?
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Der Durchblick
Thomas Steimer
vom 15.01.2007
... Janne Haaland Matláry hat ein ausgezeichnetes, aber auch anspruchsvolles Buch vorgelegt. Sie geht in die Tiefe und zeigt die philosophischen und weltanschaulichen Hintergründe der von ihr behandelten Problematik auf. Kleinere Schwächen - so unterschätzt sie bisweilen die Rolle starker Nationalstaaten - schmälern den Wert dieser Schrift keineswegs. "Veruntreute Menschenrechte ist ein notwendiger Beitrag zur aktuellen Debatte - ein Manifest gegen die Pseudomoral der politischen Korrektheit und für die unveräußerliche Würde des Menschen.

Das Parlament
vom 10.01.2007
... Die Autorin hat mit ihrer Analyse der gegenwärtigen Lebensverhältnisse in vielen Punkten natürlich recht. Ihr vehementer Abscheu gegen jede Form der Abtreibung sowie die strikte Unnachgeibigkeit gegenüber gleichgeschlechtlicher Partnerschaft und Ehe sind allerdings schwer nachvollziehbar, ebenso ihre Überzeugung, daß Wahrheit und Rettung allein im Schoß der katholischen Kirche ruhen. Gleichwohl ist das Buch dieser überaus engagierten und erfahrenen Politikerin auch für Nichtkatholiken durchaus lesenswert.

Auftrag GKS
vom 02.01.2007
... Ihr Buch ist eine intellektuelle Kampfschrift von höchstem Niveau und mit einer Menge Sprengstoff für die gesellschaftspolitische Diskussion - auch hierzulande - gefüllt ... Matláry enthüllt in ihrer scharfsinnigen Analyse die "Diktatur des Relativismus" als Triebfeder einer menschenverachtenden Politik moralischer Beliebigkeiten, die als tolerant verkauft wird. Die Wissenschaftlerin tut dies in engagierter und gut verständlicher Sprache und macht ihr Buch damit zu einer Orientierungshilfe und zu einem Manifest für alle, denen tragfähige Werte für das menschliche Miteinander wichtig sind.

SandamMeer.at - Die virtuelle Literaturzeitschrift
vom 14.09.2006
Ein konservatives Buch, ein "katholisches" und dennoch, oder gerade deshalb, ausgesprochen politisches Buch. Es ist zum einen sehr informativ für Christen, die sich über die Mechanismen informieren möchten, denen die Politik heute gehorcht, und die wissen möchten, welche Chancen die entgegen dem Menschenrecht auf Glaubensfreiheit völlig ins Private abgedrängte Kirche hat, sich konstruktiv in die Politik einzubringen. Leser, die den Anschluss an die Kirche teilweise oder ganz verloren haben, können sich mittels dieser Lektüre über die wesentlichen Aspekte katholischer Sozialethik informieren. Erfreulich sind unter anderem die klare Struktur, der gut verständliche Stil und die logische, sorgsam durchdachte Argumentation. Im ersten Teil kommt es allerdings zu häufigen inhaltlichen Wiederholungen. Anhänger der "political correctness" werden an diesem Buch wenig Freude haben, da es sich explizit gegen die daraus hervorgehenden, demokratisch nicht legitimierten Vorgaben richtet. Zudem zieht die Autorin als Beleg ihrer Schlussfolgerungen und Beobachtungen vor allem die Abtreibungsdiskussion heran; der diesbezügliche Standpunkt der Kirche wirkt bekanntlich auf die Öffentlichkeit wie ein rotes Tuch, wenngleich hierin die Bedeutung, die die Kirche dem Recht auf Leben beimisst, besonders deutlich wird. Sollte man aber als Befürworter von Toleranz und Menschenrechten nicht die dem eigenen entgegengesetzten Standpunkte kennen lernen, bevor man sie bestenfalls als altmodisch und "konservativ" abtut? "Dieses Buch wird Kontroversen auslösen, aber das müsste es eigentlich nicht", schreibt die Autorin in der Einleitung. Was es müsste oder auch nicht, sei dem Leser überlassen. Schön wäre es, wenn das Buch bekannt genug würde, um tatsächlich eine Kontroverse zu ermöglichen. Selbst wenn man sich nicht mit allen darin enthaltenen Aussagen und Rückschlüssen anfreunden kann, verdient es, dass man sich unvoreingenommen damit auseinandersetzt: Es basiert auf gründlicher Sachkenntnis und legt den Finger in eine tiefe Wunde unserer Zeit.
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