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Pressemitteilung
Harry
Wu
Donner der Nacht
Mein Leben in chinesischen Straflagern
Chinas bekanntester Dissident erzählt. Erstmals auf Deutsch: die Autobiographie von Harry Wu
Harry Wu ist der bekannteste Dissident Chinas. 19 Jahre verbrachte er in chinesischen Straflagern, ehe er in die USA auswandern konnte. Erstmals erscheint nun in deutscher Sprache Wus Autobigraphie, in der der bekennende Katholik die schrecklichen Jahre der Unterdrückung und Misshandlung schildert. „Donner der Nacht. Mein Leben in chinesischen Straflagern“ lautet der Titel des Buches, das pünktlich zur Frankfurter Buchmesse im Augsbuger Sankt Ulrich Verlag erscheint.
Schon die ersten Seiten des Buches bieten Zeitgeschichte aus erster Hand, wenn Wu etwa von der nächtlichen Angst vor marodierenden Soldaten während des Bürgerkriegs zwischen Mao Zedong und Chiang Kai-shek berichtet. Die Kommunisten besiegen die Kuomintang und beginnen nach einigen Jahren mit der „Vernichtung der nationalen Bourgeoisie“, zu der auch Wus Familie gehört. Harry selbst wird nach seinem Studienabschluss in Geologie „als konterrevolutionärer Rechtsabweichler“ verhaftet: „Umerziehung durch Arbeit“ lautet das Konzept der Laogai-Lager. Mit erschütternden Worten erzählt Wu vom Alltag in diesen Lagern, in denen Erniedrigung, Willkür und Gewalt an der Tagesordnung sind. Vor allem gelingt es den Kommunisten, jegliche Solidarität unter den Gefangenen zu verhindern, die sich stattdessen gegenseitig bestehlen, bespitzeln und verraten und sich bereitwillig an angeordneten Strafmaßnahmen beteiligen. „Ich ging durch eine Ära, in der die Menschlichkeit verschwand“, fasst Wu seine Leidensjahre zusammen.
„Donner der Nacht“ ist ein tief bewegendes Zeitzeugnis. Es gewährt Einblick in das bis heute bestehende, menschenverachtende System der chinesischen Arbeitslager, in denen Dissidenten zu parteitreuen Kommunisten „umerzogen“ werden sollen.
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